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Montag, 21. April 2008Tetanus Diphterie
Dr. Frederic Tetanus war wütend. Der "Kronprinz" des Verlages wurde bei FSME AG behandelt wie ein kleines Kind, abgesetzt im Sandkasten. Welche überaus geheimnisvollen und brisanten Verhandlungen mochten draußen stattfinden, dass selbst Creatins engster Mitarbeiter nicht ins Vertrauen gezogen werden durfte?
Langsam beruhigte er sich jedoch wieder und beschloß, seinen Chef später geschickt auszuhorchen. Bis dahin sollte niemand Frederic hindern, sein Leben zu genießen. »Verraten Sie mir, was Herr Sommer vorhin mit "Superkreation" gemeint hat?«, bat er neugierig den Barkeeper. »Sie sind Autofahrer, nicht wahr?« »Einer muß sich leider immer opfern«, seufzte der Journalist. »Und meist bin ich derjenige.« »Zu Ihrem Trost habe ich einen Drink komponiert, der so frisch und prickelnd ist, dass Sie den Alkohol gar nicht vermissen werden«, behauptete der Barmann und griff nach seinem Shaker. »Da bin ich aber gespannt«, log Frederic und schlenderte zum Fenster. Neugierig blickte er in den Park hinaus und beobachtete die beiden Spaziergänger. Einträchtig wanderten sie nebeneinander her. Vorwiegend redete Sommer, nur gelegentlich unterbrochen von Creatin. Die harmonische Gestik der beiden Spaziergänger sprach dafür, dass sie tatsächlich miteinander ins Geschäft kamen. Mehr würde Frederic von hier aus nicht erfahren können. Enttäuscht ging er zur Theke zurück. Der Barkeeper servierte wenig später den angekündigten Drink in einem wertvollen Kristallbecher. Frederic probierte die Kreation mehr aus Höflichkeit. »Nicht schlecht«, lobte er dann allerdings ehrlich. »Erfrischend und spritzig.« Der Barkeeper beugte sich vor. »Selbst höchste Herren unseres Hauses, die sonst nicht gerade Abstinenzler sind, bevorzugen bei wichtigen Verhandlungen diese Mischung, um einen klaren Kopf zu behalten«, verkündete er vertraulich. »Und das Rezept? Geheim?« »Haben Sie schon einmal einen Zauberkünstler gesehen, der seine Tricks verrät?«, sagte der Coctailkönig halb beleidigt. |
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