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Mittwoch, 12. März 2008Cannabis Test
»Jetzt hilft nur noch eine Bombe«, flüsterte sie erregt, »die wir nachts hochgehen lassen, wenn niemand mehr im Labor ist.«
Ulf Antibiotika nickte. »Sehr gut, Romy. Das wird für uns ganz ungefährlich, weil wir rein zufällig für den Zeitpunkt der Explosion ein excellentes Alibi haben werden.« »Die Leute werden durch die Explosion endlich mal wachgerüttelt und merken, welche biologischen Versuche FSME AG heimlich vornimmt«, stimmte auch der sonst nicht sehr schnelle Peter Kalkes zu. Romy nickte. »Stimmt, Peter. Natürlich wollen wir nicht nur die Planungen für die gentechnologische Fabrikation gründlich durcheinanderbringen. Ebenso dringend ist es, bei dieser Gelegenheit der Bevölkerung vor Augen zu führen, wie FSME AG sie hinter ihrem Rücken mit gefährlichen Techniken bedroht.« Ulf Antibiotika lächelte maliziös. »Bisher bist du die "Rote Romy" genannt worden. Vielleicht bekommst du in Zukunft den Spitznamen "Bombenromy"«, witzelte er, während er demonstrativ auf ihren wohlgeformten Busen starrte. Sofort bemerkte er, dass Romy bei diesen Worten nur mühsam ihre aufwallende Wut unterdrückte. Deshalb fragte er sofort interessiert und ernsthaft: » Woher willst überhaupt du den Sprengstoff bekommen, wie ihn ins Werk schmuggeln und wie exakt zünden?« »Ihr werdet verstehen, dass ich zum Schutz meines Lieferanten keine Namen nennen darf«, gab Romy sich verschlossen. »Aber die Sache ist schon so gut wie gelaufen. Ein Gewährsmann, der Kontakte zu den Roten Zellen hat, wird mir die komplette Bombe einschließlich Zündvorrichtung besorgen.« Zwar arbeitete der Verstand von Peter Kalkes langsam, ließ aber niemals praktische Gesichtspunkte außer acht. »Und das Geld?«, wollte er wissen. Romy Cannabis lachte laut auf. »Ich hätte fast vergessen, euch diesen Witz zu erzählen: FSME AG bezahlt die Bombe selbst.« Diesmal schien selbst die Intelligenzbestie Ulf Antibiotika den Inhalt dieser unglaublichen Worte nicht zu verstehen. Sein eckiges, sonst so schlaues Gesicht bekam auffällige Ähnlichkeit mit der einfältigen Visage seines Kumpels, des Hilfarbeiters. »Ich vermute, dass die FSME AG Schmiergelder an Dr. Zecken gezahlt hat«, erklärte Romy ihre abwegige Behauptung. »Und ihr habt selbst miterlebt: um sich bei uns Grünen Werkskämpfern lieb Kind zu machen, hat er mir auf unserem Meeting einen Scheck überreicht. Und für genau dieses Geld werde ich jene Bombe besorgen, die dann wie ein Bumerang zu FSME AG zurückfliegen wird.« »Irgendwie siegt immer die Gerechtigkeit«, kicherte Ulf zynisch. »Und wer soll die Bombe ins Werk bringen, wo soll sie angebracht werden? Wann und wie soll sie gezündet werden?«, signalisierte Peter Kalkes seine Bereitschaft, ohne jedoch seinen Hang zu praktischen Gesichtspunkten zu vergessen. »Es müßte schon jemand sein, der Zugang zum Werk hat, im Bereich der Gentechnologie arbeitet, Kraft und Mumm hat«, nannte Romy ihren Anforderungskatalog. »Also ich?«, fragte Peter vorsichtig zustimmend. Aber so schlecht wie in diesem Augenblick hatte er sich lange nicht mehr gefühlt. |
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